Lade-Lotte

Was kostet Laden zu Hause und unterwegs?

Zu Hause an der Wallbox kostet die Kilowattstunde rund 37,3 ct (Durchschnitt der Tarife für Neukunden), an öffentlichen Säulen deutlich mehr. Wer flexibel lädt und die THG-Prämie mitnimmt, kann die Kosten weiter senken.

Stand: 6. November 2026

10 kWh nachladen: was es kostet

WoPreis pro kWh10 kWh im Akku
Wallbox zu Hause (inkl. ca. 7 % Ladeverlust)37,3 ct4,01 €
Öffentliche AC-Säule, Durchschnitt≈ 52 ct5,20 €
Schnelllader (DC), Durchschnitt≈ 60 ct6,00 €

Haushaltsstrom: durchschnittlicher Haushaltsstrompreis 2026 (Neukundentarife, 3.500 kWh/Jahr), BDEW-Strompreisanalyse Oktober 2026. Säulenpreise: Verbraucherzentrale, März 2026. An öffentlichen Säulen wird in der Regel der Strom abgerechnet, der ins Auto fließt; Verluste beim Laden zahlt dort der Betreiber.

Öffentliches Laden: Vertrag schlägt Ad-hoc

Wer ohne Ladekarte oder App spontan per Karte zahlt, zahlt meist am meisten. Der ADAC hat festgestellt, dass Ad-hoc-Laden bis zu 62 % teurer sein kann als mit Vertrag; an einer Autobahn-Säule waren es im Beispiel 84 statt 52 ct/kWh. Unter etwa 50 ct/kWh gibt es unterwegs nur selten Strom. Wer regelmäßig unterwegs lädt, sollte die Tarife der Anbieter vergleichen, die auf seinen Strecken stehen.

Zu Hause günstiger laden

Dynamischer Stromtarif

Seit 2025 muss jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten, dessen Preis sich stündlich nach der Strombörse richtet. Ein E-Auto ist dafür ideal: Es steht meist viele Stunden und kann laden, wenn Strom billig ist, etwa nachts oder mittags bei viel Solarstrom. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem, das für steuerbare Wallboxen ohnehin Pflicht ist.

Dynamischen Stromtarif ansehen

Reduziertes Netzentgelt

Für steuerbare Wallboxen sinkt das Netzentgelt, entweder pauschal (Modul 1) oder um 60 % für den Ladestrom (Modul 2). Ein Rechner dazu steht im Artikel Wallbox-Kosten.

Eigener Solarstrom

Am günstigsten ist Strom vom eigenen Dach. Wie das mit der Wallbox zusammenspielt, steht unter E-Auto mit Solarstrom laden.

THG-Prämie: jedes Jahr Geld zurück

Halter reiner Batterie-E-Autos können einmal pro Jahr die eingesparten Treibhausgase verkaufen. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Gerechnet wird pauschal mit 2.000 kWh Ladestrom pro Jahr, für Privatpersonen ist die Prämie in der Regel steuerfrei.

  • Die garantierten Prämien für 2026 unterschieden sich je nach Anbieter stark und reichten bis gut 400 €, die Spitzenwerte teils nur mit Neukundenbonus.
  • Die meisten Anbieter haben die Anmeldung für 2026 Ende Oktober geschlossen. Für 2027 nennen erste Anbieter bereits Prämien.
  • Die Quote läuft weiter: Der Bundestag hat im April 2026 einen Quotenpfad bis 2040 beschlossen.
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Häufige Fragen

Was kostet eine kWh an der öffentlichen Ladesäule?

Laut Verbraucherzentrale im Schnitt etwa 52 ct an Wechselstrom-Säulen (AC) und etwa 60 ct an Schnellladern (DC), Stand März 2026. Ohne Vertrag (Ad-hoc-Laden) kann es deutlich teurer werden.

Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif fürs E-Auto?

Oft ja, weil das Auto meist lange steht und in günstigen Stunden laden kann. Voraussetzung ist ein Smart Meter. Seit 2025 muss jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten.

Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

Die garantierten Prämien für 2026 unterschieden sich je nach Anbieter stark und reichten bis gut 400 € (teils inklusive Neukundenbonus). Berechtigt sind nur reine Batterie-E-Autos.

Gibt es die THG-Quote auch nach 2026?

Ja. Der Bundestag hat 2026 die Weiterentwicklung der THG-Quote beschlossen, der Quotenpfad reicht bis 2040.